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Krieg und schwarzer Sand - Exposé
Aus grey future Utopia
Roman-Zyklus: Chroniken von Crime
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[bearbeiten] Exposé
Er weiß nie genau, was eigentlich passieren wird, wenn er seine Zauberformeln beschwört: Umso erstaunlicher ist es, dass ausgerechnet der unerfahrene Chaosmagier Torro Mandaran dazu ausersehen scheint, die Meta-Menschheit vor einer furchtbaren Gefahr zu retten. Torros Abenteuer stehen im Mittelpunkt des ersten Romans Krieg und schwarzer Sand des Zyklus um die aufkeimenden Aárc-Kriege.
Ursprünglich landete der bei seinen Lehrmeistern als höchstens mäßig begabt geltende Magiergeselle auf Theomag, um hier im schwarzen Sand der Wüste für seinen Arbeitgeber den kostbaren Subacutransport zu überwachen. Schon bald findet er sich in einem blutigen Kampf gegen Aárc, Zárc, Sárc und Chi’Terraner wieder, den so mancher seiner Gefährten mit dem Leben bezahlen muss.
Torro sieht sich plötzlich ernsthaft herausgefordert, seine magischen Künste gezielt einzusetzen, möchte er sich und seine Mitstreiter vor dem grausamen Verderben bewahren. Und im entbehrungsreichen harten Kampf wächst Torro über sich hinaus. Die Wüste ist eine gnadenlose Lehrmeisterin, die seine Magie Tag für Tag neu herausfordert. Aber sie lehrt ihn auch, seine Kräfte gezielt zu initialisieren und was es heißt, für andere einzustehen. Aus gemeinsamen Kämpfern werden Freunde: Torro erlebt Seite an Seite mit dem Leader Barry und dem Zwerg Fatboy haarsträubende Kämpfe auf Leben und Tod. Die Wege der drei müssen sich jedoch trennen, denn Torro hat inzwischen noch etwas anderes Wichtiges gelernt: Nach und nach übernimmt er die Verantwortung, die mit seiner neu gewonnenen Macht einhergeht!
Torro lernt in der Wüste nicht nur den Willen zur Macht kennen und die Verantwortung und Bürde, die mit selbiger einhergeht, sondern erfährt auch von einer entsetzlichen Gefahr für alle bewohnten Welten. Im selben Zusammenhang steht der Hilferuf seines Bruders Zato, der ihn bittet, die verschollene Mutter aufzuspüren. Mit seinen Plänen ist sein Bruder Zato im Begriff, eine unfassbare Dummheit zu begehen, die das ungewisse Schicksal der gesamten Meta-Menschheit zum Negativen wenden könnte. So findet sich Torro als maßlos unterschätzter Sprössling einer politisch einflussreichen Magierdynastie im Zentrum eines aufkeimenden Krieges galaktischer Ausmaße wieder. Mit dem unbestimmten Gefühl im Rücken, dass die Vernichtung der freien Meta-Kulturen und eventuell der Menschheit an sich nur er alleine aufzuhalten vermag, begibt sich der wenig erfahrene Chaosmagier auf eine gefährliche Reise.
Bei seinen Vorbereitungen für einen als unausweichlich betrachteten Krieg gegen die Superspezies der Aárc bricht Torro alle Tabus und Gesetze, die sich ihm in den Weg stellen. Torro zieht auch bald das Interesse seiner ehemaligen Arbeitgeber, der Az´Terraner auf sich, so dass er jetzt nicht mehr weiß, an welche Fraktion der Terranischen Liga er sich mit dem Gesuch um Hilfe wenden kann. Aus der Not heraus verbündet er sich zeitweilig sogar mit Erzfeinden wie den Zárc, denen er in einer Verschmelzung mit deren Kollektivbewusstsein auf Gedeih und Verderb ausgeliefert scheint. Torro, dessen harte Ausbildung endlich Früchte trägt, entreisst sich diesem Sog in die Geborgenheit des Kollektivs mit eiserner Disziplin und zahlt den Preis ewiger Einsamkeit wie alle Meta-Menschen. Nur weiß er, was er vermissen wird und welche Verlockungen der Unmündigkeit den Meta-Menschen bevorstehen. Von einer Gefahr flüchtet sich Torro in die Nächste und so sucht er ... Seine Loyalität wird auf eine harte Probe gestellt; nachdem er bereits tief im Twilight versunken ist, wird nur der Ausgang entscheiden, ob Torro selbst zu den „Guten“ zu zählen ist.
Krieg und schwarzer Sand ist ein gfU-Roman, der zwar geschickt die Elemente der Genre SiFi mit einer Prise Fantasy, Roleplay und Historismus verwebt, aber trotzdem auf dem Boden bleibt und nicht in irgendwelche fantastischen Sphären davon gleitet (Der Stand der Technik bewegt sich innerhalb der in der Zeitschrift Science in Aussicht gestellten Entwicklungspotenziale.). Vielmehr werden geschickt verschiedene Strömungen zu einem Weltbild miteinander komponiert. Innerhalb dieser existiert eine Branche bzw. Szene, das „Twilight“, in dem Gut und Böse miteinander verschmelzen. Weder Kernaussagen, wie ein Plädoyer für bedingungslose Freundschaft und gegenseitige Verantwortung, noch übermäßiges Abdriften in ein Genre nehmen schulmeisterlichen Charakter oder unreale Ausmaße an.
Prägnante Charaktere bewegen sich in einem globalen Ambiente, dominiert von einer bewusst werdenen Epoche, dem magischen Erwachen und sich REALISTISCH /kontinuierlich entwickelnder Technologie, die sich angesichts der breiten Datenbasis bisheriger Entwicklung nachvollziehen lässt. Beklemmend und gerade deshalb faszinierend wirken Zukunftsaussagen wie der Verlust jeglicher Anonymität durch Gedankenrapport unter Magie und neue Begriffe wie Socialhacking für bestehende Phänomene. Dieser Roman passt wunderbar in unsere heutige Zeit, in der viele Menschen sich ständig auf der Sinnsuche befinden und gleichzeitig unaufhaltsam nach weiteren Maximen unserer Kultur geforscht wird: Höher, weiter, schneller, besser ... immer perfekter. Den negativen Beigeschmack dieses ehrgeizigen Strebens hält der Roman dem Leser eindrucksvoll vor Augen in Form einer keineswegs perfekten Zukunft. Ebenso die Lösung mancher Probleme, die einfach in der Rückbesinnung auf uralte, zeitlose Werte wie beispielsweise Menschlichkeit basiert.
Gaby Hoffmann
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